č*I’∂ Rechtsanwalt Jung: Erbrecht, Rechtsanwalt, Thomas Jung, Brandenburg, Potsdam, Berlin, Medienstadt, Babelsberg, Rechtsbertung
Erbrecht

Das Erbrecht

Wissen Sie schon, wem Ihre Ersparnisse sp√§ter einmal zukommen sollen? Und wenn die Aufteilung Ihres Verm√∂gens klar ist, wie halten Sie Ihren Willen wirksam fest? Wird der letzte Wille beeintr√§chtigt oder sogar ver√§ndert durch die Regelungen des Gesetzgebers? L√§sst sich die Erbschaftssteuer f√ľr die Erben umgehen oder minimieren?

 

Hier sollen derartige Probleme erl√§utert und Beispiele f√ľr Formulierungen im Testament gegeben werden. Damit dann auch wirklich die Erbmasse so verteilt wird, wie Sie sich das bei Aufsetzung Ihres letzten Willens gew√ľnscht haben

Wir beraten Erben, Pflichtteilsberechtigte und Verm√§chtnisnehmer √ľber Ihre Rechte und √ľber die Chancen, ohne langwierige Prozesse die Erbschaft abzuwickeln und Anspr√ľche geltend zu machen.

 

Wenn Sie ein Testament errichten wollen, sind wir gerne behilflich, Ihnen die Gestaltungsm√∂glichkeiten und Formvorschriften detailliert zu erl√§utern bzw. das Testament f√ľr Sie zu entwerfen und alle spezifischen Verf√ľgungsanliegen zu ber√ľcksichtigen.

 

Benötige ich einen Erbschein?

Wer nach dem Tod eines Familienangeh√∂rigen auf dessen Konto zugreifen will, ben√∂tigt regelm√§√üig einen Erbschein. Ein Erbschein wird nur auf Antrag erteilt. Ob ein Erbschein zum Nachweis seines Erbrechts erforderlich ist, wird jeder Erbe im Einzelfall pr√ľfen m√ľssen. Hat der Verstorbene Grundbesitz hinterlassen, ist zur Grundbuchberichtigung auf jeden Fall ein Erbschein vorzulegen, es sei denn, es liegt ein eindeutiges, notarielles Testament oder ein Erbvertrag vor. Auch im √ľbrigen sehen z.B. Banken teilweise ein notarielles Testament mit Er√∂ffnungsprotokoll als ausreichenden Nachweis an. Wegen der erforderlichen Versicherung an Eides Statt ist es notwendig, zur Beantragung ein Amtsgericht oder einer Notarin/einen Notar aufzusuchen. Weitere Angaben sind durch √∂ffentliche Urkunden nachzuweisen.

Ein einfaches Testament dagegen erf√ľllt die Bedingungen nicht, da dieses durch ein sp√§ter geschriebenes √ľberholt sein k√∂nnte. Da beim Tod eines Kontoinhabers nicht automatisch die Familie Erbin des Verm√∂gens sei, m√ľsse sich die Bank Klarheit √ľber die Person des Erben verschaffen. Seien mehrere Erben vorhanden, k√∂nnten diese nur gemeinschaftlich √ľber die Guthaben verf√ľgen. Beantragt werden muss der Erbschein oder die Er√∂ffnung des Testaments beim Nachlassgericht, dem zust√§ndigen Amtsgericht und kann zu Protokoll der Gesch√§ftsstelle gegeben werden. Der Antrag kann auch bei jedem Notar aufgenommen werden.

Der Antrag muss den Inhalt des begehrten Erbscheins so genau angeben, dass das Gericht den Erbschein erteilen kann, ohne selber die Formulierung modifizieren zu m√ľssen. Jeder Erbe muss mit Name, Anschrift, Geburtsdatum und dem jeweiligen Verwandtschaftsverh√§ltnis zum Erblasser sowie seines Erbanteils aufgef√ľhrt sein. Zudem muss klargestellt werden, ob ein Alleinerbschein, ein Teilerbschein oder ein gemeinschaftlicher Erbschein beantragt wird.

Die Beantragung kann aufw√§ndig sein, wenn kein Testament vorliegt. Dann m√ľssen die Verwandtschaftsverh√§ltnisse auf der Grundlage von Personenstandsurkunden  dargelegt werden: Sterbeurkunden,  Geburtsurkunden, Heiratsurkunden.

 

Aktuell: Erblasser können ein Pflegeheim unter bestimmten Voraussetzungen zum Alleinerben bestimmen

 

Die Erblasserin lebte bis zu ihrem Tod in einem Pflegeheim. Das Heim sollte nach ihrer letztwilligen Verf√ľgung Alleinerbe werden. Die Kl√§ger sind die gesetzlichen Erben der Erblasserin. Sie hielten das Testament wegen einer unzul√§ssigen Vorteilsnahme f√ľr nichtig und klagten - erfolglos. Wer im Pflegeheim lebt, kann den Tr√§ger des Heims nur unter bestimmten Voraussetzungen als Erben einsetzen. Das Testament der Erblasserin h√§lt nach einer Entscheidung des LG M√ľnchen I (26.5.2004, 26 O 12525/03) diesen Voraussetzungen stand. Der Heimtr√§ger kann wegen des Verbots der Vorteilsnahme nur Erbe werden, wenn die Heimleitung nichts von der Erbeinsetzung wusste oder die zust√§ndige Heimaufsichtsbeh√∂rde noch zu Lebzeiten des Heimbewohners nach sorgf√§ltiger Pr√ľfung eine Ausnahmegenehmigung erteilt (¬ß 14 HeimG) hat. Gem√§√ü ¬ß 14 Abs.4 HeimG darf die Heimaufsichtsbeh√∂rde das Verbot der Vorteilsannahme dann aufheben und eine Erbeinsetzung genehmigen, wenn feststeht, dass der Heimbewohner sein Verm√∂gen freiwillig und ohne Druck hergegeben hat. Im Streitfall hat die Heimaufsichtsbeh√∂rde nach Auffassung des Gerichts die Erbeinsetzung zu Recht genehmigt. Es sind keine Anhaltspunkte daf√ľr vorhanden, dass die Erblasserin in irgendeiner Form durch die Heimleitung oder die Mitarbeiter des Pflegeheims in ihrem Willen beeinflusst wurde.

 

Freibeträge im Erbfall

Personen; Steuerklasse; Freibetrag in ‚ā¨

Ehepartner; I; 307.000

Kinder und Stiefkinder; I; 205.000

Enkelkinder, wenn der Elternteil verstorben ist; I; 205.000

Andere Enkel, Urenkel, Stiefkinder; I; 51.200

Eltern und Großeltern bei Erwerb von Todes wegen; I; 51.200

Eltern und Großeltern bei Zuwendung unter Lebenden; II; 10.300

Geschwister; II; 10.300

Neffen und Nichten; II; 10.300

Stiefeltern; II; 10.300

Schwiegerkinder; II; 10.300

Schwiegereltern; II; 10.300

Geschiedene Ehepartner; II; 10.300

Alle √ľbrigen Erben - wie z.B. Lebensgef√§hrten; III; 5.200

 

Urteile und Tips zum Erbrecht

Unsere Volltextsuche in der linken Men√ľleiste f√ľhrt Sie am einfachsten zu den gesuchten Informationen aus mehreren Hundert Urteilen und Rechtstipps.

 

Alternativ können Sie auch in den alphabetisch sortierten Titeln blättern:

 S T

Kontakt

Kanzlei T.H. Jung

August-Bebel-Strasse 76
14482 Potsdam
Tel: 0331 / 7 40 80 80
Fax: 0331 / 7 40 80 82

Email
Kontakt

Besuchen Sie uns auf:

Facebook & Twitter

 

Suche:

łūč+*I