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Unterhalt

Unterhalt (auch bei Scheidung) - Überblick

Wer eine Familie hat, ist zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Insofern unterstĂŒtzen sich die Ehegatten gegenseitig. Die Kinder haben gegen die Eltern einen Anspruch auf Zahlung von Unterhalt. Lebt die Familie zusammen, ist die Situation zumeist klar. Auch wenn ein Elternteil zu Hause ist und kein Geld verdient, trĂ€gt er zum Familienunterhalt bei, indem er den Haushalts fĂŒhrt und die Kinder erzieht. Dies nennt sich Unterhaltsleistung in Natur.

Kommt es zur Scheidung einer Ehe, gilt das grundsĂ€tzlich jeder Ehegatte fĂŒr sich selbst verantwortlich ist. Nur bei Vorliegen bestimmter GrĂŒnde entstehen UnterhaltsansprĂŒche eines Ehegatten. Hinsichtlich der Kinder bleibt es dabei: der Elternteil, bei dem sie wohnen, leistet seinen Unterhalt durch Leistungen in Natur, der andere Teil leistet einen finanziellen Beitrag.

Festzustellen bleibt, dass ein Unterhaltsanspruch nicht nur des Ehegatten und der Kindern besteht, sondern auch unter Verwandten.  

Die unterhaltsrechtlichen Regelungen finden Sie im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch. Diese Regelungen können in bestimmten Umfang durch einen entsprechenden Vertrag (= Ehevertrag) der Betroffenen abgeĂ€ndert werden.

Die Höhe (Unterhaltshöhe)

Die Höhe des Unterhalts hĂ€ngt einerseits von der BedĂŒrftigkeit des Unterhaltsberechtigten und andererseits von der LeistungsfĂ€higkeit des zur Zahlung Verpflichteten ab.

Insofern ist mit Blick auf die unterschiedlichen Lebensstile und Lebensstandards von den ehelichen LebensverhĂ€ltnissen auszugehen. Das bedeutet, dass sich die Höhe des Unterhalts an der Höhe des Lebensniveaus wĂ€hrend der Ehe ausrichtet. Der eheliche Lebensstandard ist also auch Maßstab fĂŒr die Zeit nach der Trennung. Das hat zur Folge, dass mindestens die HĂ€lfte dessen verlangt werden kann, was wĂ€hrend der Ehe fĂŒr den Unterhalt ausgegeben wurde.

Ausgangspunkt fĂŒr die Höhe des Unterhalts ist immer das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Dies errechnet sich aus dem Nettomonatsgehalt plus 1/12 des Weihnachtsgeldes plus 1/12 des jĂ€hrlichen Urlaubsgeldes, abzĂŒglich der diversen Steuern und Versicherungen. Von dem Nettoeinkommen sind erneut 5% berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen.

Hinsichtlich der Kinder richtet sich die Höhe des Unterhalts nach der DĂŒsseldorfer Tabelle (West) oder Berliner Tabelle (Ost). Beide Tabellen enthalten Richtwerte, die allerdings fĂŒr die Gerichte nicht bindend sind

Unterhalt Ehefrau / Ehemann: Die Höhe des Anspruchs

Die Höhe des Unterhalts hĂ€ngt einerseits von der BedĂŒrftigkeit des Unterhaltsberechtigten und andererseits von der LeistungsfĂ€higkeit des zur Zahlung Verpflichteten ab.

1. BedĂŒrftigkeit des Unterhaltsberechtigten

Insofern ist mit Blick auf die unterschiedlichen Lebensstile und Lebensstandards von den ehelichen LebensverhĂ€ltnissen auszugehen. Das bedeutet, dass sich die Höhe des Unterhalts an der Höhe des Lebensniveaus wĂ€hrend der Ehe ausrichtet. Der eheliche Lebensstandard ist also auch Maßstab fĂŒr die Zeit nach der Trennung. Das hat zur Folge, dass mindestens die HĂ€lfte dessen verlangt werden kann, was wĂ€hrend der Ehe fĂŒr den Unterhalt ausgegeben wurde.

Ausgangspunkt fĂŒr die Höhe des Unterhalts ist immer das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Dies errechnet sich aus dem Bruttomonatsgehalt plus 1/12 des Weihnachtsgeldes plus 1/12 des jĂ€hrlichen Urlaubsgeldes, abzĂŒglich der diversen Steuern und Versicherungen. Von dem Nettoeinkommen sind erneut 5% berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen.

2. LeistungsfÀhigkeit des Unterhaltsverpflichteten

Die LeistungsfĂ€higkeit des Unterhaltsverpflichteten hat Grenzen: Einen bestimmten Betrag darf er fĂŒr sich behalten, sog. Selbstbehalt. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen betrĂ€gt gegenĂŒber dem getrenntlebenden und dem geschiedenen Ehegatten:

 

1. wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstĂ€tig ist: 880 EUR(ost)  950 EUR (West)

2. wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstĂ€tig ist: 775 EUR (ost)  840 EUR (West)

Unterhalt fĂŒr Kind / Kinder (Kindesunterhalt)

Wieviel der Unterhaltsverpflichtete an sein Kind / seine Kinder zahlen muss, ergibt sich fĂŒr Kinder, die ihren Wohnsitz in den alten BundeslĂ€ndern haben, regelmĂ€ĂŸig aus der DĂŒsseldorfer Tabelle, fĂŒr Kinder, die ihren Wohnsitz in den neuen BundeslĂ€ndern haben, aus der Berliner Tabelle. Die dort angegebenen Werte sind zwar fĂŒr die Gerichte nicht bindend, werden aber regelmĂ€ĂŸig zur Berechnung der Unterhaltszahlung herangezogen

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